Junge Menschen ziehen begeistert durch die Basler Museen

MN20 MKB, Foto: Flavia Schaub

Zum 20. Mal erlebte Basel einen stimmigen Start ins neue Kulturjahr. 38 Museen und Kulturinstitutionen zeigten ein kulturell breites Spektrum und vermochten damit ein generationenübergreifendes Publikum aus Basel und der Region zu begeistern.

Zwischen 18 und 1 Uhr (bis eine Stunde vor Schluss) wurden 105’511 Eintritte (2019: 114'278) in die 27 teilnehmenden Museen gezählt. Dies sind rund 8 Prozent weniger als im Rekordjahr 2019. Im Gegenzug durften die elf Gastinstitutionen mit etwa 25'000 deutlich mehr Eintritte verbuchen als im Vorjahr (2019: 17’000). Alleine 7'500 entfielen davon auf das Basler Rathaus, das aus Anlass des Jubiläums teilnahm. Insgesamt zogen circa 35'000 (2019: knapp 38’000) Menschen durch die Nacht. Unterwegs waren auffallend viele Jugendliche und junge Erwachsene.

In friedlicher und konzentrierter Atmosphäre genoss ein mehrheitlich jugendliches Publikum die 20. Ausgabe der Basler Museumsnacht. Ausgesprochen reichhaltig, spielerisch und unterhaltend war das Programmangebot der Museen. Zu den Publikumslieblingen gehörten dieses Jahr das Kunstmuseum Basel (13‘013 Eintritte) mit einem breiten Angebotspalette von spektakulären Ausstellungen bis Lifestyle-Experimenten. Das Museum der Kulturen Basel (10‘409 Eintritten) begeisterte Gross und Klein mit eindrücklichen Schatten-, Puppen- und Feuerspiele. Grosser Beliebtheit erfreute sich auch das Spielzeug Welten Museum (9‘745 Eintritte) mit Plauder- und anderen Taschen. Während das Naturhistorische Museum Basel (8‘620 Eintritte) mit der LivePräparation eines Wolfs für Furore sorgte, machte das Publikum im vergleichsweise kleinen, universitären Anatomischen Museum (8‘156 Eintritte) spannende Erfahrungen zur körperlichen und geistigen Leistungssteigerung.

Ein grosses Interesse zeigten die Besucherinnen und Besucher auch an der Geschichte Basels und der Region am Rheinknie. Mit der 1000-jährigen Geschichte des Münsters setzten sich die Ausstellung «Gold und Ruhm» des Historischen Museums Basel im Neubau des Kunstmuseums sowie die Programme der Archäologischen Bodenforschung und des Basler Münsters auseinander. Noch grössere Zeitsprünge von der Frühzeit der Menschheitsgeschichte bis in die Gegenwart wurden in der Barfüsserkirche gewagt.

Der Ratsbetrieb vors Volk gebracht
Erfolgreich absolvierte das jüngst eröffnete Trammuseum (1‘586 Eintritte) seinen ersten grossen Auftritt. Hier konnten sich potenzielle Chauffeusen und Chauffeure an den Fahrsimulator setzen. An der Musik-Akademie mit rund 2‘000 Eintritten beteiligten sich ältere und jüngere Semester an Instrumenten-Crashkursen und mitreissenden Jamsessions. Im Basler Rathaus mit gut 7‘500 Eintritten liess sich der Ratsbetrieb von einer spielerischen Seite kennenlernen, so konnten auch Kinder Parlamentsbeschlüsse fällen: «Die Museumsnacht war auch in ihrer 20. Ausgabe wieder ein voller Erfolg! Ich habe mich speziell darüber gefreut, dass uns so viele Menschen im Rathaus besucht haben», stellte Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann fest.

An vielen weiteren Orten wurden die Besucherinnen und Besucher in Workshops und Performances zum Mitmachen und Kreativ-tätig-Werden animiert. So entwarf das Publikum in der Kunsthalle Basel (4‘787 Eintritte) eigene Skulpturen oder experimentierte im Museum Tinguely (5‘527 Eintritte) mit Batik und Trickfilm. Im HeK (Haus der elektronischen Künste) lief die interaktive Porträtmaschine auf Hochtouren (3‘482 Eintritte), während die Basler Papiermühle (3‘852 Eintritte) zur Spielmekka mutierte.

Stillere Orte und konzentrierte Angebote waren ebenfalls gefragt: so beim Innehalten in der Katharinenkapelle (Münster) oder mit Grabmachermeister Peter Galler in der Sammlung Friedhof Hörnli. Gut entspannt hat sich das Publikum im Anatomischen Museum beim Vortrag einer Rechtsmedizinerin zum Thema «Am Morgen ein CBD-Joint und der Tag ist dein Freund», an der coolen Bar in der Anlieferung des Kunstmuseums oder auch am Lagerfeuer auf dem Vitra Design Campus.

«Auch in ihrer 20. Ausgabe ist der Besuch der Museumsnacht ein Muss für alle Familien in der Stadt und der Region. Die Ambiance und das Angebot sind einmalig und mit viel Herzblut durch die jeweiligen Institutionen dem Publikum präsentiert. Grossartig, das besuchen zu können», zieht Daniel Brunner-Ryhiner, Leiter Branding Helvetia Versicherungen, Bilanz. Hocherfreut über den Erfolg der Museumsnacht zeigt sich auch der Direktor der Basler Kantonalbank, Basil Heeb: «Die spezielle Stimmung der Museumsnacht hat mich begeistert. Sehr geschätzt habe ich es, die Vielfalt der Museen kennenzulernen und dadurch auch neue Facetten unserer attraktiven Kulturinstitutionen zu entdecken.»

Dieser Eindruck bestätigen Katrin Grögel und Sonja Kuhn, Co-Leiterinnen der Abteilung Kultur Basel-Stadt: «Mit Freude sehen wir, dass die Museen ihre Häuser öffnen und auf vielfältige und kreative Art die Basler Bevölkerung einladen, ihre Sammlungen und ihre Arbeit näher kennenzulernen. Dass so alle Zugang zu den Museen finden, erachten wir als Erfolgsfaktor der Basler Museumsnacht.»

Sponsoren
Novartis, Basler Kantonalbank, Helvetia Versicherungen und Manor unterstützen die Museumsnacht Basel gemeinsam. Ihr Engagement ermöglicht jungen Menschen unter 26 Jahren den freien Eintritt.

Dankeschön
Die Museumsnacht Basel kann dank der grosszügigen Unterstützung von Novartis, Basler Kantonalbank, Helvetia Versicherungen und Manor durchgeführt werden. Zusätzlich tragen das Engagement der Mitarbeitenden der beteiligten Museen und Kulturinstitutionen, die freiwillig Helfenden und die zahlreichen Partnerschaften in den Bereichen Transport, Medien, Marketing, Bildung und Soziokultur zur erfolgreichen Durchführung bei.

Weitere Informationen und hochauflösliche Fotos:
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